10GbE, SFP+ und DAC: schnelleres Server-Netzwerk
Wenn Storage und Virtualisierung wachsen, wird 1-Gigabit-Ethernet schnell zum Flaschenhals. Der Sprung auf 10 Gigabit (10GbE) ist über gebrauchte Enterprise-Technik erstaunlich günstig machbar. Ein Überblick über die Bausteine.
RJ45 vs. SFP+
- 10GBASE-T (RJ45): nutzt normale Netzwerkkabel (Cat6a), einfach, aber mehr Strom/Wärme und Latenz.
- SFP+: modularer Käfig für Transceiver oder DAC-Kabel – im Server-/Rechenzentrumsumfeld Standard, effizient und günstig gebraucht.
- Viele gebrauchte Server-NICs (z. B. Intel X520, Mellanox ConnectX) sind SFP+ und sehr preiswert.
DAC-Kabel oder Transceiver?
Für kurze Strecken (im selben Rack) ist ein DAC-Kabel (Direct Attach Copper) die günstigste und einfachste Lösung – Stecker dran, fertig. Für längere Strecken nutzt du SFP+-Transceiver plus Glasfaser. Achte auf Kompatibilität mancher Switches/NICs zu bestimmten Transceiver-Marken.
Was du brauchst
Pro Gerät eine 10GbE-Netzwerkkarte (SFP+ oder RJ45), passende Kabel (DAC/Glasfaser/Cat6a) und – für mehr als zwei Geräte – einen 10GbE-Switch. Für ein einfaches Setup reicht oft schon eine direkte Verbindung zwischen Server und NAS.
Preguntas frecuentes
Brauche ich einen teuren Switch für 10GbE?
Nicht zwingend. Zwei Geräte kannst du direkt per DAC-Kabel verbinden. Ein Switch lohnt erst, wenn mehrere Geräte mit 10GbE reden sollen.
Sind gebrauchte Server-Netzwerkkarten kompatibel?
Meist ja – Intel-X520/X710- oder Mellanox-ConnectX-Karten laufen unter Windows, Linux und den gängigen Hypervisoren. Treiberunterstützung vorher kurz prüfen.
Was ist besser: DAC oder Transceiver?
Im Rack über kurze Distanz ist DAC günstiger und einfacher. Über längere Strecken brauchst du Transceiver + Glasfaser.
