DDR3, DDR4 und DDR5: Welcher Arbeitsspeicher passt?
DDR-Generationen sind nicht abwärtskompatibel: Jede hat eine andere Kerbenposition, andere Spannung und einen eigenen Speichercontroller. Welche Generation du brauchst, gibt dein Mainboard bzw. deine CPU-Plattform vor. Hier die Unterschiede und worauf du beim Gebrauchtkauf achtest.
Die Generationen im Überblick
- DDR3: ältere Plattformen, typ. 1,5 V (bzw. 1,35 V bei DDR3L). Noch weit verbreitet in gebrauchten Servern und Business-Geräten.
- DDR4: der aktuelle Massenstandard, 1,2 V, höhere Takte und Kapazitäten als DDR3.
- DDR5: neueste Generation mit höherer Bandbreite und Effizienz, eigenes Modul-Layout.
Warum man nicht mischen kann
Die Kerbe (Notch) im Modul sitzt bei jeder Generation an einer anderen Stelle – ein DDR4-Riegel passt schon mechanisch nicht in einen DDR3- oder DDR5-Slot. Zusätzlich unterscheiden sich Spannung und Signalisierung. Ein Board unterstützt genau eine Generation.
Beim Aufrüsten heißt das: Erst feststellen, welche Generation dein System nutzt (Handbuch, CPU-Z oder Aufdruck vorhandener Module), dann passende Riegel derselben Generation ergänzen – idealerweise mit gleichem Takt.
Takt, Timings und Dual-Channel
Innerhalb einer Generation zählt der Takt (z. B. DDR4-2400 vs. DDR4-3200). Ein Board läuft mit dem Takt des langsamsten Moduls bzw. der Spezifikation der Plattform. Zwei gleiche Module im Dual-Channel bringen spürbar mehr effektive Bandbreite als ein einzelnes Modul gleicher Kapazität.
Preguntas frecuentes
Kann ich DDR4 in einen DDR3-Slot stecken?
Nein. Die Generationen sind mechanisch und elektrisch inkompatibel. Es passt nur die Generation, die dein Board unterstützt.
Was bedeutet das „L" bei DDR3L?
DDR3L läuft mit reduzierter Spannung (1,35 V statt 1,5 V). Viele Server und Notebooks setzen DDR3L voraus; im Produkttitel geben wir das an.
Bringt schnellerer RAM immer mehr Leistung?
Nur begrenzt und plattformabhängig. Wichtiger als Spitzen-Takt ist meist, überhaupt Dual-Channel und ausreichend Kapazität zu haben.
